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Stand 20.6.2008

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EFT und NLP

 

Übersetzt von Dorothee Geray.
Herzlichen Dank für die freundliche Abdruckgenehmigung!

 

 

Dr. Alex Lees, aus  Kanada ist ein echter NLP (Neuro Linguistische Programmierung) Fachmann und gewährt uns mit diesem Artikel einen Einblick in die vielen Vorzüge (bei Herstellen eines Einverständnisses mit seinen Klienten), die er dadurch geniesst. Ich bin selbst zertifizierter NLP-Master und hege daher tiefe Anerkennung für seine Ausführungen. Es hat wirklich meine Fähigkeit, EFT anzuwenden, erheblich verbessert. Tatsächlich wird jeder, der sich entscheidet, tiefer in NLP einzusteigen, nicht nur seine EFT-Fähigkeiten erheblich verbessern, sondern auch seinen alltäglichen Umgang mit anderen Menschen. Und wem könnte das schaden? NLP? Sehr empfehlenswert! 

 

Von Dr. Alexander Lees

 

Kürzlich hatte ich das Privileg, bei dem Workshop “EFT und ernsthafte Erkrankungen” als Emotionaler Assistent mitwirken zu können. Während sie Gary beobachteten, wie er den Freiwilligen auf der Bühne half, stellten mir einige der Anwesenden verschiedene Fragen. Obwohl die auf der Bühne dargestellten Themen wechselten, waren die Fragen, die sich um diese Demonstrationen rankten, im Prinzip immer die selben: “Wie kann Gary tun, was er tut?”

Ich glaube, die einfachen Antworten befriedigten einige:

v      Er hat EFT erfunden!

v      Er hat Jahre damit verbracht, seine Arbeit zu verfeinern

v      Er lässt einfach hin und wieder etwas weg und beobachtet genau, was dann passiert

v      Nun ja, er ist Ingenieur

v      Er hat ein natürliches Talent

v      Es ist vielleicht etwas Genetisches, was durch eine Diät noch verstärkt wird.

Die Interpretationsmöglichkeiten sind endlos und es steht uns frei, einige Früchte von diesem Baum der Möglichkeiten auszuwählen, oder vielleicht auch einige miteinander zu kombinieren und uns dann vielleicht mit unseren neuen “Einsichten” oder dem “tieferen Verständnis” zufrieden zu geben. Manche unter Euch werden aber damit nicht zufrieden sein, und daher den Wunsch haben, ein wenig tiefer zu gehen.

Wer das tut, wird erkennen, dass es in Garys Vorgehensweise bestimmte Muster gibt und dass das Erlernen dieser Muster der Entdeckung ähnelt, dass es eine Karte für das Gebiet gibt und dass es Trampelpfade durch dieses Gedankenfeld gibt. Alle Reisen beginnen mit dem ersten Schritt und jeder Schritt führt zu einem anderen, und so weiter, bis die Reise beendet ist. Die einzigen Variablen sind das Wann und das Wie.

Um offenzulegen, was Gary tut, schlage ich vor, dass wir damit anfangen, herauszufinden, was er tut, damit auch andere ihre eigenen Karten erstellen können und damit ihren eigenen Weg zur Eleganz finden können. Dieser Artikel wird einige dieser Vorgehensweisen erwähnen bzw. offen legen und wenn das Feedback auf diesen Artikel ergibt, dass Interesse daran besteht, werden weitere Artikel folgen.

Schritt 1 ist die Herstellung einer Verbindung. Tatsache ist, dass die Herstellung einer guten Verbindung als eine Grundbedingung betrachtet werden kann. Eine andere Metapher für Verbindung ist der “Goldene Faden”, der eine Konversation zusammenhält.

Eine Verbindung kann auf unterschiedlichste Weise hergestellt werden. Einige Bücher zu diesem Thema empfehlen, die Körpersprache, den Gesichtsausdruck, die Stimmlage, den Rhythmus und die Lautstärke des anderen zu spiegeln. All diese Dinge können einzeln oder kumulativ verwendet werden und wenn man sich erst einmal entschlossen hat, diese Fähigkeiten zu üben und anzuwenden, wird man überrascht und vielleicht auch überaus erfreut sein, zu entdecken, wie viel einfacher die Konversation damit am Laufen bleibt. Hier kommt eine kurze Liste solcher Möglichkeiten, nur um Euch eine Idee zu liefern, um was es geht:

v      Die Person, der Sie helfen wollen, spricht in einem bestimmten Rhythmus, und der Rhythmus besteht in der Gruppierung der Worte. Nehmen wir mal an, Sie hätten bemerkt, dass Sie dazu neigen, Ihre Worte in Gruppen von ungefähr fünf oder sechs Worten (Gruppen von Worten nennt man gemeinhin Sätze, nur für diejenigen, die das vielleicht vergessen haben) zusammenzufassen.

v      Der Therapeut würde dann beginnen, ebenfalls in dieser Weise zu antworten, mit Sätzen von fünf oder sechs Worten.

v      Ein anderes Beispiel wäre, dass der Ton des Klienten ziemlich “flach” oder monoton ist. Der Therapeut kann seine Stimme ähnlich anpassen, um die Tonlage etwa zu treffen.

v      Ein anderes Beispiel ist, wenn ein Klient dazu neigt, seine Beine an den Knöcheln zu überkreuzen. Der Therapeut kann seine Arme an den Handgelenken überkreuzen oder ebenfalls seine Beine in Knöchelhöhe überkreuzen.

Eine andere wichtige Erweiterung des Prinzips der Verbindung ist ein Prozess, der mit Gleichklang und Führen (pacing and leading) bezeichnet wird. Die verschiedenen Schritte zur Herstellung einer Verbindung ermöglichen es dem EFT-Anwender, sich leichter in die Welt des anderen hineinzuversetzen (pacing), was wiederum ein genaueres Verständnis der bestehenden Probleme ermöglicht.

Wenn dieser Schritt erst einmal durchgeführt wurde (eine Verbindung hergestellt wurde), kann der Therapeut diese “testen”, indem er eine Lösung anbietet, entweder, die blockierende Emotion “wegzuklopfen” oder die fehlende Lösung “einzuklopfen” (führen).

Gleichklang und Führen ist also ein hervorragender Weg, die Verbindung selbst zu “testen”. Der Therapeut kann einen bestimmten Aspekt der Körpersprache des Klienten bewusst spiegeln etc. (Gleichklang) und dann sehr vorsichtig die persönliche Ausdrucksweise oder das Sprachtempo, die Lautstärke oder den Tonfall verändern und dann darauf achten, ob der Klient ebenfalls eine Veränderung vornimmt (führen). Wenn der Klient das tut, ist die Verbindung hergestellt. Wenn er es nicht tut, ist das ein einfaches Feedback für den Therapeuten, mit der Herstellung der Verbindung (Gleichklang) weiterzumachen und dann wieder durch Führen zu testen.

Verbindung, Gleichklang und Führen können auch andere Formen haben. Beispielsweise kann der EFT-Therapeut, nachdem er seinem Klienten zugehört hat, das präsentierte Problem in einer prägnanten Kurzformel zusammenfassen und dann hinzufügen “Ich vermute, dass Sie das auch ändern wollen” oder  irgendein anderes Statement, dass ein “packen wir´s an” suggeriert.

Wenn der Klient wie erwartet reagiert, waren die Schritte, Verbindung herstellen, Gleichklang und Führen erfolgreich. Wenn der Klient antwortet “Ja, aber...” und damit fortfährt, weitere Informationen zu liefern, kann der Therapeut sich entscheiden, weiterhin am Gleichklang zu arbeiten (weiter zuzuhören) und dann wieder auf die gleiche Weise zu testen: vor allem wieder eine prägnante Kurzzusammenfassung des Problems anzubieten und mit einer neuen Aufforderung zu verbinden, es anzugehen.

Also, wieso benutzen wir Gary als Mittelpunkt, um einige dieser Konzepte zu erläutern? Die meisten Leser werden inzwischen mindestens eine seiner DVD-Sets besitzen (hoffentlich noch viel mehr!) oder werden sie vielleicht in näherer Zukunft erwerben. Mit dem Hintergrundwissen über diese Grundprinzipien der Verbindung, des Gleichklangs und der Führung wird der ernsthafte Student dieser Videos die Möglichkeit haben, noch mehr Nutzen aus dem wiederholten Betrachten dieser Videos zu ziehen und seine eigenen  Kompetenz in der Anwendung von EFT noch mehr zu verbessern. Darüber hinaus hat Gary eine exzellente DVD, die sich “Doors to Rapport” nennt und die ich jedem nur wärmstens ans Herz legen kann.

Wenn Sie sich also die Frage stellen, “Wie tut Gary nur, was er tut?”, fangen Sie an, die obigen Informationen in Ihre Anwendung von EFT einzuarbeiten und wer weiss, vielleicht werden andere eines Tages die gleiche Frage über sie stellen “Wie tun Sie das nur, was Sie tun?” Und Sie werden einen Riesenschritt weiter auf dem Weg zur EFT-Meisterschaft kommen.

Dr. Alexander Lees


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