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Bessere Beziehungen durch Behandlung des Kernproblems
Von Angela Treat Lyon, EFT-CC übersetzt von Dorothee Geray. Herzlichen Dank für die freundliche Abdruckgenehmigung!
Ich empfehle diesen Artikel als eine erstklassige Anleitung dafür, das eigentliche Kernthema hinter einem Beziehungsproblem zu finden. Angela Treat Lyon führt uns durch die Details dieses Falles und fragt ihren Klienten, ob ihn diese Situation “an irgendjemanden erinnert”. Dies lüftete den Schleier und ermöglichte eine fruchtbare Sitzung mit sehr vielen positiven Einsichten.
Einem meiner Erfolgs-Coaching Seminarteilnehmer, Don, fragte mich um Hilfe mit seiner Freundin, mit der er seit 4 Jahren zusammen war, da, wie er sagte, seine Sorgen wegen ihr sich negativ auf seinen Beruf auswirkten. “Ich würde sie gerne heiraten”, erzählte er mir, “ich liebe sie wirklich, aber ich kann sie nicht so heiraten, wie sie ist”.
Mir war klar, dass es sich hier um eine klare Bewertungsfrage seinerseits ging, die nichts mit ihr zu tun hatte, aber das konnte ich ihn natürlich nicht so direkt sagen, sonst wäre er sofort in die Defensive gegangen.
“Wieso kannst Du sie so, wie sie ist, nicht heiraten?” fragte ich ihn. “Wie ist sie denn?”
“Ich kann ihr überhaupt nichts sagen, ohne dass sie gleich in eine lange Litanei von Klagen ausbricht. Ich kann ihr noch nicht einmal ein Kompliment machen - sie dreht es um in irgendeine Beschwerde, die damit überhaupt nichts zu tun hat.” Zum Beispiel, als er ihre Ohrringe bewundert habe. Ihre Reaktion sei ein kurzes “ah-diese-alten-Dinger” gewesen und dann habe sie das Gespräch umgelenkt auf irgend so einen Typ, der ihr aufs Auto drauf gefahren war.
Don fuhr fort “Wenn ich am Abend nach Hause komme, hat sie eine lange Liste von all den schrecklichen Dingen, die ihr an diesem Tag auf der Arbeit zugestossen waren, ihr schreckliches Telefonat mit So-und-so und endlos so weiter. Ich hasse es!” Er konnte es kaum mehr aushalten und wollte sich dem konstanten Einfluss ihrer negativen Gedanken entziehen.
Ich fragte ihn, wie er sich dabei fühlte. Anschliessend klopften wir:
· Auch wenn “Sarah” mich wahnsinnig macht...
· Auch wenn sie ständig am Klagen ist und ich es hasse....
· Auch wenn sie immer so negativ ist...
· Auch wenn mich das Ärgert und wütend macht...
Ich fragte ihn wieder, welche Gefühle es bei ihm hervorrief, wenn sie so “hochging”. Don sagte, er fühle sich hilflos, ihr irgendwie helfen zu können, nutzlos und schwach. Er verabscheute es, denn es gab ihm das Gefühl, nicht der Mann zu sein, der er eigentlich sein “sollte”.
Wir klopften:
· Auch wenn sie mir das Gefühl gibt, schwach, nutzlos und hilflos zu sein, ....
· Auch wenn ich nicht weiss, was ich dagegen tun soll, ...
· Auch wenn ich nicht weiss, was sie eigentlich von mir will....
· Auch wenn die mir das Gefühl gibt, kein richtiger Mann zu sein, und ich ihr das vorwerfe...
Ich fragte ich, ob ihn das an irgendjemanden erinnerte und er rief aus: “Ja, sie ist genau wie meine Mutter!”
Kommentar Gary Craig: Bingo! Hinter solchen Dingen stecken meistens ein oder mehrere Kernthemen und Angela hat durch ihre Frage hier ein sehr Wichtiges aufgedeckt.
Fortsetzung Angela: Sein Gesicht verfärbte sich leuchtend rot! Er sah aus, wie jemand, dem alle Lichter aufgegangen sind. Er fing an zu klopfen, und ich kam kaum hinterher:
· Auch wenn ich mit jemandem zusammenlebe, der genau ist wie meine Mutter...
· Auch wenn ich dieses Verhalten meiner Mutter hasse...
· Auch wenn sie immer ein hartes oder unfreundliches Wort über jeden hatte...
· Auch wenn meine Mutter mir immer das Gefühl gab, ein Idiot zu sein
· Auch wenn sie mir das Gefühl gab, in jeder Hinsicht ein Versager zu sein...
· Auch wenn mich das stinkwütend macht...
Ich fragte ihn, wie sich jemand, der sich schwach, nutzlos und wie ein Versager fühlt, wohl verhalten würde. Don meinte, er würde es vielleicht durch ein besonders joviales “Good-old-Boy”-Gehabe kaschieren oder durch eine besonders fröhliche oder zuversichtliche Haltung, die allerdings so brüchig wie eine Eierschale wäre. “Wie ich”, gab er zu.
· Auch wenn ich eigentlich nur Bluff und Show bin...
· Auch wenn ich wirklich Angst davor habe, ein Versager zu sein...
· Auch wenn ich wirklich wütend auf mich bin, weil ich nicht für meine eigenen Interessen eingestanden bin....
· Auch wenn ich überhaupt kein Versager bin - bei allem, was ich erreicht habe
(er ist ein überaus erfolgreicher Professor und Autor!)
Ich fragte ihn, ob er es für möglich halte, dass Sarah einfach seine eigene Einstellung sich selbst gegenüber reflektierte und dass sie vielleicht ihre Negativität genau so wenig mochte wie er? Aber einfach keinen anderen Weg wusste, um mit dem fertig zu werden, was sie störte?
”Hmmmm” war alles, was er dazu sagte und er begann wieder zu klopfen:
· Auch wenn ich bisher nie die Verantwortung für meine eigenen Gefühle übernommen habe...
· Auch wenn ich einfach nicht gewusst habe, wie...
· Auch wenn ich noch nicht einmal realisiert habe, wie wütend ich war....
Und hier fingen wir an, Entscheidungssätze zu benutzen:
· entscheide ich mich, mir mehr Klarheit über meine eigenen Gefühle zu verschaffen, bevor ich Sarah Vorwürfe mache.
· entscheide ich mich, die Verantwortung dafür zu übernehmen, wie ich mich fühle und wie sich meine Umgebung anfühlt.
· entscheide ich mich, meiner Mutter, Sarah und mir selbst zu vergeben.
· entscheide ich mich, mich für das Glücklichsein zu entscheiden.
Anschliessend fuhren Don und Sarah für zwei Wochen in Urlaub. Als er zurückkam, berichtete er, die Beziehung habe sich “zu 100% verbessert! Ich bin so glücklich und so dankbar! Es ist so erstaunlich - sie beklagt sich überhaupt nicht mehr! Es ist einfach weg!” Nicht nur das, sondern beruflich lief ebenfalls alles bestens!
Kommentar Gary Craig: Ist es nicht erstaunlich, wie sich die Dynamik innerhalb einer Beziehung verändern kann, wenn nur eine Person (in diesem Fall Don) seine wichtigen Themen bearbeitet? Diese Themen sind plötzlich für beide kein Problem mehr. Alle möglichen Glücksfälle können sich ereignen ... inklusive mehr Erfolg im Beruf.
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