|
Das Thema Selbstsabotage ist weit verbreitet. Wer hat nicht schon gute Vorsätze gefasst und ist dann doch im alten Schlendrian hängen geblieben? Oder mit EFT: man klopft und klopft und doch tut sich nichts oder wenig. Oder man sagt, eigentlich müsste ich...
Drei mögliche Ursachen von Selbstsabotage möchte ich Ihnen hier vorstellen.
Die Erste finden Sie gleich weiter unten. Sie beschäftigt sich mit den unbewussten Glaubenssätzen und inneren Einwänden, die uns blockieren können.
Die zweite Ursache kann in Glücksmomenten liegen, die wir unter allen Umständen wieder erfahren wollen, selbst wenn es uns unsere Gesundheit kostet.
Die dritte Version von Selbstsabotage beschreibt, warum wir manchmal an Krankheitsumständen hängen bleiben und nicht bereit sind, sie wirklich zu ändern. Aufgehört trotz Erfolg
Die innere Sabotage
Die so genannte PU, die"psychoenergetische Umkehrung", die Sie anderenorts finden, beruht auf der Beobachtung von Dr. Callahan, der bei kinesiologischen Muskeltests herausfand, dass bei manchen Menschen der Testmuskel auf positive Aussagen "schwach" reagierte und bei negativen "stark" lieb. Das nannte er dann "Psychologic Reversal" - Psychologische Umkehrung - PU. Ich persönlich ziehe es vor, dieses Phänomen treffender und verständlicher Innere Sabotage zu nennen.
Bei mir klappt so was doch nicht!
Oft passiert es, dass alles Bemühen letztendlich doch vergebens ist, ob wir abnehmen wollen, mit dem Rauchen aufhören, eine glückliche Beziehung haben möchten, wir scheitern. Vielleicht gibt es einen Anfangserfolg, aber dann holt uns die alte S...... wieder ein. Das kann verschiedene Gründe haben. Entweder liegt eine (meist unbewusste) systemische Blockierung vor: "Ich darf nicht glücklich, gesund, erfolgreich sein, wenn es einem Mitglied meiner Familie schlecht gegangen ist" - oder es besteht eine Innere Sabotage in Form von inneren Einwänden gegen eine Verbesserung. Diese inneren Einwände hatten einmal eine Schutzfunktion, sind aber meistens längst nicht mehr relevant, aber wir halten aus Angst daran fest.
Der ungläubige Thomas - erfolgreiche Selbstsabotage!
Eine Innere Sabotage wird durch unbewusste und unterschwellige negative Glaubenssätze hervorgerufen. So erleben wir, dass wir alles probieren und machen und tun, an uns arbeiten was das Zeug hält mit allen möglichen Methoden, Richtungen, Therapien und letztendlich ändert sich nur erschreckend wenig.
Hinweise auf eine Innere Sabotage können sein:
* "Aufschieberitis", man schiebt unangenehme Dinge endlos vor sich her
* "Ja, aaaaber..." - an allem gibt es etwas auszusetzen
* Eine grundsätzliche negative Einstellung: "Das bringt eh alles nichts!"
* "Bei mir ist eh Hopfen und Malz verloren"
* "Ich glaube eh nicht an so was..."
* "Das ist eben mein Schicksal..."
* "Ich verdiene es nicht wirklich, glücklich zu sein..."
* "Man darf doch nicht einfach.../ Ich kann doch nicht einfach..."
* "Das ist die Strafe für...."
* "Mir fehlt sowieso das Durchhaltevermögen..."
* "Ich mach eh alles falsch..."
Vom Glück und von anderen Sorgen...*
Kommt Ihnen der eine oder andere Satz bekannt vor?
Jedes "Ja aber", jedes "Eigentlich", jedes "Ich muss und ich soll doch" und "Ich darf oder kann doch nicht" ist Gift für unsere Psyche und unsere Gesundheit. Wie sehr haben wir uns schon daran gewöhnt, negativ über uns zu denken? Können wir uns überhaupt vorstellen, dass es andere Zustände geben könnte? Dass wir wirklich und wahrhaftig glücklich und erfolgreich sein können, in unserem Leben, in unseren Beziehungen, im Beruf, in unserer Familie? Wir träumen alle davon! Aber glauben wir auch daran, dass wir es verdienen? Oder stehen wir nach einem Film mit Happy End auf, seufzen resigniert und versuchen, den grauen Alltag weiter auf die gewohnte Art zu bewältigen, weil es so etwas für uns eh nie geben wird....? Nicht sehr prickelnd!
Was ich fürchte, ziehe ich an - Glaubensmuster & Einstellungen
Unser Erleben hängt von unseren Einstellungen, Glaubensmustern, Erfahrungen ab: was wir denken und erwarten, erleben wir auch. Erst recht, wenn dieses Erleben mit einer starken emotionellen Reaktion gekoppelt war. Diese Emotion prägt dann alles zukünftige Erleben, sowohl im Positiven wie im Negativen. Oft sind uns unsere innersten Prägungen gar nicht bewusst. Wir handeln und verzweifeln schier daran, dass sich einfach nichts Positives tut.
Wann könnte eine Innere Sabotage vorliegen?
Wenn Sie nach mehrmaligen Klopfdurchgängen bei ungefähr einer "3" auf der Stress-Skala hängen bleiben, obwohl der Einstimmungssatz stimmt und sich schon eine Erleichterung eingestellt hat, sollten Sie sich auf die Suche nach dem Punkt machen, der in Zusammenhang mit dem Problem, das Sie gerade bearbeiten, einen deutlichen Stress auslöst. Was hindert Sie daran, Ihr Problem jetzt aufzulösen? Gehen Sie auf die Suche nach dem Satz, der speziell zu Ihrem jetzigen Problem passt. Etwas weiter unten gibt es eine kleine Liste von Auflösungssätzen, die Ihnen schon einen Ansatz bieten können.
Was kann man hier machen?
Bei dem Verdacht auf eine Innere Sabotage sagen Sie einen oder mehrere der folgenden Sätzen drei mal laut und mit Gefühl! und reiben dabei fortwährend entweder den "heilenden Punkt" oder klopfen den Handkantenpunkt. Sie können auch für jeden Satz ein volle Runde klopfen, was sich ebenfalls sehr bewährt hat:
Ich liebe und akzeptiere mich voll und ganz so wie ich bin, mit allen meinen Fehlern und Unzulänglichkeiten.
* Auch wenn ich nicht glaube, dass es funktioniert, liebe und akzeptiere ich mich so wie ich bin.
* Auch wenn mich eine ureigene Blockade daran hindert, dieses Problem zu überwinden, liebe...
* Auch wenn ich es nicht verdiene, dieses Problem zu überwinden, liebe.....
* Auch wenn ich das Problem nicht komplett verlieren will, liebe....
* Auch wenn ich nicht glaube, dass ich das Problem allein überwinden kann, liebe....
* Auch wenn ich diese Blockade niemals überwinden werde, liebe....
* Auch wenn ich dieses Problem behalten will, liebe....
* Auch wenn ich fürchte, mich völlig zu verändern, wenn ich das Problem löse, liebe....
* Auch wenn mir etwas fehlen wird, wenn ich das Problem löse, liebe....
* Auch wenn ich glaube, dass mir keine Behandlung dauerhaft helfen wird, liebe....
* Auch wenn ich nicht alles Notwendige tue, um mein Problem zu lösen, liebe....
* Auch wenn ich denke... (hier können Sie etwas aus der weiter oben angeführten Liste einsetzen), liebe....
(c) Gabriele Rother 2007
|