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Stand 20.6.2008

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Dr. Carol Looks Serie zur Gewichtsabnahme

 

Name des Originalautors: Dr. Carol Look
Titel des Originaltextes: Dr. Carol Look's series on Weight Loss

Name des Übersetzers: Ulla , ein aktives Mitglied des EFT-Forums. Herzlichen Dank für die Erlaubnis, dies hier zu veröffentlichen!



Teil 1
Während meines neuen Seminars “Abnehmen mit EFT” tauchten einige Muster und Themen immer wieder auf, so dass Gary mir vorschlug, sie als eine Art Serie für die EFT-Liste aufzuschreiben. Bitte beachtet in dem unten aufgeführten Fall, wie leicht man an den wahren Gründen und Auslösern “vorbeischrammen” kann, die eine Ess-Sucht ausmachen! Ohne die tiefergehendere Arbeit, also das Auffinden und Bearbeiten der einzelnen “Aspekte”, wird selbst der beste EFT-Therapeut keinen langfristigen Erfolg haben.


Während des Abnehm-Seminars hatte ich kleine Schokoladen-Täfelchen als Stütze vorrätig, um den Teilnehmern das Wasser im Munde zusammenlaufen zu lassen. Ich bat die Teilnehmer, die einen grossen Drang nach Schokolade verspürten, zu mir nach vorne zu kommen, um einen Klopf-Durchgang zu demonstrieren.


“Ann´s” Sucht nach Schokolade war bei “8” (auf einer Skala von 0 - 10). Sie klopfte:

“Auch wenn ich diese Sucht nach Schokolade habe, liebe und akzeptiere ich mich so, wie ich bin.”


Nach einer Runde mochte sie den Schokoladenduft immer noch gerne, ihre Sucht danach war allerdings auf eine “4” gesunken, mit der man umgehen konnte. Wie auch immer, sie erzählte der Gruppe, dass sie sich nicht vorstellen könne, auf ihre Lieblingsschokolade “Godiva” verzichten zu können (wie so häufig kam ein neuer Aspekt auf). Sie klopfte weiter:

“Auch wenn ich der “Godiva”-Schokolade nicht wiederstehen kann, liebe ....”

Der Drang nach dieser Schokolade verblasste ein wenig und sie dachte, sie könne der Schokolade “eventuell widerstehen”. Sie klopfte eine weitere Runde:

“Auch wenn ich der “Godiva”-Schokolade nicht wiederstehen kann, liebe ....”

und stellte sich dabei die schönen, phantasievollen, goldenen Schachteln vor, die sie immer so reizten und die ihr so ein familiäres Gefühl gaben. Sie war (obwohl sie immer noch zweifelte) letztendlich in der Lage, sich vorzustellen, wie sie an der vorher unwiderstehlichen Schokolade vorbei gehen würde.


Dann bat ich die Gruppe, folgenden Satz zu tappen:

“Auch wenn ich mich zutiefst beraubt fühle, liebe und akzeptiere ich mich so wie ich bin.”


Dieser Satz traf den richtigen Nerv bei Ann. Sie war sogar überzeugt, dass sie an den Godiva-Schachteln vorbeigehen könne und verstand auf einmal die emotionalen Hintergründe ihrer Ess-Sucht.


Später, während des Workshops, erzählte Ann, dass die Vorstellung, dass sie ihr Zielgewicht erreicht hätte, sie sehr ängstigen würde. Wir tappten:

“Auch wenn ich mich nicht wohlfühle, wenn ich weiter abnehme, liebe...”

und

 
“Auch wenn ich mir nicht vorstellen kann, dass ich jemals mein Zielgewicht haben werde, liebe...”


Die Gruppe klopfte auch:

“Auch wenn ich mich nicht sicher fühle, wenn ich meine “Komfortzone” verlasse, liebe...”

und

“Auch wenn ich mich wohler fühle, wenn ich übergewichtig bleibe, liebe...”


Später stellte ich der Gruppe eine Frage, die ich jedem Patienten stelle:

”Was passierte, als Du das letzte Mal Dein Zielgewicht hattest?”

Ann ging ein Licht auf. Sie war in der Lage, die Quelle ihres emotionalen Widerstandes zu finden, der sie daran hinderte, sich vorzustellen, erfolgreich ihr Wunschgewicht zu erreichen. Sie erzählte der Gruppe, dass sie das Erreichen ihres Zielgewichts mit ihrer ersten Ehe verglich, die sehr schmerzhaft endete. Sie war sehr erstaunt, dass es da einen Zusammenhang gab, aber auch sehr glücklich, diese unbewusste Verbindung aufgedeckt zu haben.


Während eines später geführten Telefonats erzählte Ann mir, dass sie täglich getappt hatte. Ihr sei dadurch bewusst geworden, dass die Angst vor Intimität und die Tatsache, dass sie von einem Partner sehr verletzt worden war, mit Sicherheit zu ihrer Ess-Sucht beigetragen haben. Um diese Ängste zu vermeiden, hat sie sich gestattet, übermässig zu essen und zuzunehmen.

 

 

 

Teil 2

Hier kommt das zweite Beispiel, dass auch aus einer meiner “EFT zum Abnehmen”-Klassen stammt. Du wirst feststellen, dass das wichtigste Vorgehen, um Erfolg zu haben, dass Herausfinden der verschütteten, unbewussten Gefühle und Bilder ist.


“Jan” klopfte mit der ganzen Klasse den Satz

“Auch wenn ich diese Schokoladen-Sucht habe...”

und

“Auch wenn ich mich zutiefst beraubt fühle...”

Sie hatte ihre Süchte so in ihren Alltag integriert, dass sie gar nicht auf das Stück Schokolade ansprach, das ich der Klasse zeigte. Der Aspekt, beraubt zu werden, löste in ihr auch nichts aus. Bis ich die Klasse bat, folgenden Satz zu tappen:

“Auch wenn ich mich nicht sicher fühle, wenn ich meine Komfortzone verlasse...”

Dieser Satz liess sie ihre Ohren spitzen! Die ganze Klasse klopfte einige Runden mit verschiedenen Ausdrücken, die alle die Themen “Angst, die Komfortzone zu verlassen” und “sich bequemer fühlen, dort, wo man ist” beinhalteten.


Nach diesen Runden war Jan klar, dass “ich mit diesem Gewicht weiss, wer ich bin.... wie würde ich wohl wirklich sein, wenn ich mich verändern und abnehmen würde?" Das war eine ganz wichtige Angst, die sich da offenbarte.


Nach der Mittagspause teilte sie uns mit, dass sie endlich eine wesentliche Blockade bzw. Angst entdeckt hatte, die sie vom Abnehmen abhielt. Sie sagte der Gruppe, dass sie Angst davor hatte, alt und klapprig zu enden mit einer faltigen, trockenen Haut wie ihre Grossmutter. Sie hatte diesbezüglich noch nie etwas gefühlt. (Ich denke, dass das Klopfen vom Morgen den Weg dafür freigemacht hat). Jan klopfte

“Auch wenn ich Angst davor habe, wie meine Oma auszusehen....


Dann erzählte sie der Gruppe, dass sie 100% überzeugt sei von der “Tatsache”, dass jeder, der abnehme, alt und runzlig aussehen würde. Sie erinnerte sich an Leute, die nach der Abnahme wie ihre Oma aussahen, also klopften wir:

“Auch wenn es die Wahrheit ist, dass ich nach meiner Abnahme alt und faltig aussehen werde...”

Wir klopften noch ein paar Runden mit verschiedenen Versionen wie

“Auch wenn es klar ist, dass ich runzlig enden werde...”

und

“Auch wenn ich überzeugt davon bin, dass ich nicht abnehmen und dabei gut aussehen kann,...”

Nach diesen ganzen Runden sagte Jan, dass sie ihre Position bezüglich des Endresultats aufgeben könne, und sagte: “Naja, vielleicht stimmt es ja doch nicht so ganz...”

Kommentar von Gary Craig: Dies ist eine exzellente Art, einem nicht so ganz realistischen Glauben näher zu kommen. Was Carol machte, war, diesen Glauben mit einigen EFT-Runden zu attackieren. Das bewirkt, dass dieser Glaube gelockert wird und der Patient seiner Wahrnehmung erlaubt, realistischer zu werden. Ich habe das schon ganz häufig erlebt.

Carol fährt fort: Jan sagte der Gruppe, dass ihre Grossmutter eine extrem harte, kritische und unfreundliche Frau war. “Sie war kein guter Teil meines Lebens.” Jan hatte ihre Oma im Krankenhaus besucht, bevor diese starb, und hatte eine lebhafte Vorstellung von ihr, sie sah mager, hässlich und völlig verschrumpelt aus. Jan überkam ein Schauer, als sie dies vor der Klasse erzählte.
Also klopften wir weiter

”Auch wenn mich dieses Bild ekelt, liebe...”

“Auch wenn ich Angst davor habe, in irgendeiner Form wie meine Grossmutter zu sein,...”


weil ihr gesagt worden war, sie würde ihr ähnlich sehen. Nach dem Tappen sagte Jan, dass die Qualität des Bildes sich verändert hätte, sie könne sich jetzt erlauben, sich selbst in einem anderen Licht zu sehen. Wir klopften auch

“Ich vergebe meiner Oma, dass sie so böse und kritisch war...”

was Jan dazu brachte zu sagen: ”Ich glaube, sie hat nur das getan, was sie am Besten konnte.”
In einem späteren Telefonat sagte Jan, dass, während ich der Klasse einige positive Alternativen vorgeschlagen hatte (z.B. dass sie nicht das ganze Gewicht auf einmal verlieren müsse, wenn sie das Resultat nicht mögen würde), ihre “Alles oder Nichts”-Mentalität sich aufzulösen begann. Das war das erste Mal, dass ihr bewusst wurde, dass sie verschiedene Möglichkeiten hatte und dass SIE diejenige ist, die die Kontrolle hat!

Update: Jan hat 5 Pfund in dem Monat nach diesem Workshop abgenommen - sie hat weiter an ihrer Süssigkeiten- und Zuckersucht getappt, ganz besonders an stark gesüsstem Eistee.

 

 

Teil 3
 

Mein Patient “John” war sehr unzufrieden mit seinem Körper und wollte sein Gewichtsproblem angehen. Im Büro Süsses naschen, um seine Stimmung zu heben oder sich körperlich wieder “hoch zu bringen” war seine grösste Schwäche. Er wird bald einen neuen Job annehmen und greift nach Süssigkeiten, wenn er sich ängstlich fühlt, schlecht gelaunt ist oder Misstrauen spürt. Nachdem wir bereits EFT mit Erfolg gegen seine Angst vor Erfolg und Angst vor Neid eingesetzt hatten, war er sehr bereit, sich für EFT zur Gewichtsabnahme zu öffnen.


Ich bot John einen Teller mit Erdnuss-M&M´s und ein kleines Stück Schokolade an. Er schrieb den niedrigen Suchtfaktor dem Morgen zu, als wir feststellten, dass er nicht an diesem suchtmässigen Essen leidet. Trotzdem schaffte er es, sich auf das Thema zu fokussieren und stufte seine Sucht bei 3 - 4 ein. Sein erster Eindruck war “minderwertig, das ist nicht edel genug, um bei mir eine Sucht zu verursachen”, dann aber sagte er “Oh, nun sehe ich, das ist ja eine richtig gute Sorte” und sein Verlangen danach stieg.


Wir tappten:


Zitat:

auch wenn ich ein grosses Verlangen nach Süssigkeiten habe, speziell wenn ich ängstlich bin, liebe und akzeptiere ich mich so wie ich bin, von ganzem Herzen.


Augenblicklich fühlte er sich ruhiger und war wesentlich weniger an der Schokolade interessiert. Wir klopften weiter:


Zitat:

auch wenn ich nach Süssigkeiten greife, weil ich glaube, dass ich mich durch sie besser fühle...


Dann sprachen wir über John´s Familie, über ihre Essgewohnheiten, als er jung war. Er sagte: “Hab ich Dir nie davon erzählt? Mein Vater hasste und hasst immer noch fette Menschen.” John sagte, dass er ununterbrochen kritisiert wurde, weil er zu viel essen würde, weil er träge sei und weil er es vorzog, Novellen zu lesen und zu schreiben, statt wie andere Kinder Sport zu treiben (man beachte, dass John heute ein erfolgreicher, gut bezahlter Schriftsteller ist!) Wir tappten:



Zitat:

auch wenn mein Vater es hasste, wie und was ich ass...




Zitat:

auch wenn mein Vater mich kritisierte, weil ich als Kind dick war




Zitat:

auch wenn mein Vater wollte, dass ich Sport treibe, statt zu lesen...




Zitat:

auch wenn ich nicht akzeptiert wurde, so wie ich war...




Zitat:

auch wenn er mich niemals akzeptierte für das, was ich war/bin...



John weinte während des letzten Einstimmungssatzes. Er sagte, seine Selbstachtung war so unfassbar niedrig, während er heranwuchs, weil sein Vater ihn ständig kritisierte und so besessen von John´s Gewicht und seiner Art zu Essen war. John war überrascht über die Intensität der Emotion und gab dann zu, dass die Tatsache, nicht von seinem Vater akzeptiert zu werden, der schmerzhafteste Teil seines Lebens sei, an den er sich erinnern könne. Dann erinnerte er sich noch daran, dass er sich in der Schule immer unzulänglich und armselig gefühlt hat. Wir klopften:



Zitat:

auch wenn ich mich so für meinen Körper und mein Übergewicht schäme,



Zwei Runden später hatte sich die Intensität des emotionalen Schmerzes auf ein schwaches unangenehmes Gefühl reduziert. Er war in der Lage, tief durchzuatmen und sich zu entspannen. Dann fuhr er fort und beschrieb weitere Gefühle, die mit seinen täglichen Essgewohnheiten zu tun hatten. Wir tappten:



Zitat:

auch wenn ich mich JEDES MAL schuldig fühle, wenn ich esse



Zitat:

auch wenn ich mich schuldig fühle, weil ich mein Geld für Essen ausgebe, liebe und akzeptiere ich mich von ganzem Herzen, so wie ich bin.


Es gibt nichts, was so extrem weitere Ess-Anfälle auslöst wie intensive Schuldgefühle. John verdient genug Geld, um in den besten Restaurants New Yorks essen zu gehen. Aber jedes Mal bekommt er grosse Schuldgefühle. Er fühlt sich unloyal seinen Eltern gegenüber, weil er erfolgreich ist und wenn er sein Geld ausgibt, um Essen zu gehen. Er kämpft mit seiner Schuld ausnahmslos jedes Mal, wenn er mit seinen Freunden zum Essen ausgeht.
Als ich John zwei Wochen später wieder sah, bemerkte ich, dass sein Gesicht schmaler aussah. Er bestätigte mir, dass auch er überrascht war, als er es im Spiegel auch bemerkt hatte. Als er das letzte Mal sein Gewicht kontrollierte, hatte er mindestens 5 Pfund verloren. Er hatte für sich selbst weiter getappt gegen leichtere Süchte und allgemeine Ängste, und hatte herausgefunden, dass es für ihn erstaunlich einfach war, seine Portionen zu kontrollieren und Süssigkeiten wegzulassen, mit Ausnahme eines gelegentlichen Nachtischs. Er fühlte sich selbstverantwortlich, ruhiger und viel friedlicher.
Ich bin immer wieder beeindruckt von der Effektivität von EFT im Bereich des übermässigen Essens und der Gewichtsabnahme. Ich hoffe, dass dieser Fall dem Leser Mut macht, seine Ängste in den Griff zu bekommen und sie zu beruhigen. EFT hilft, Gewicht zu verlieren, wenn Du es durchgehend benutzt und die tief liegenden Gefühle aufdeckst, die durch das Essen betäubt sind.

 

Teil 4

Gary schreibt: bitte beachtet die kreative Art, wie Dr.Look EFT zur Visualisierung nutzt. Wir ihr sehen werdet, gelang es dadurch der Patientin besser, sich selbst mit dem Zielgewicht vorzustellen (wichtig) UND es trug dazu bei, die tiefliegenden Emotionen an die Oberfläche zu holen (auch wichtig).
Liebe Grüsse,
Gary

Beth bot sich freiwillig an, an einer Gruppendemonstration teilzunehmen, bei der es darum ging, eine Visualisierungstechnik anzuwenden, um ihr Selbstbild beim Erreichen des Zielgewichts zu kreieren. Bevor ich die Gruppe beauftragte, zu versuchen, sich selbst mit dem jeweiligen Zielgewicht vorzustellen, fragte ich sie: “Was passierte, als Du das letzte Mal Dein Zielgewicht hattest?” Als ein anderes Mitglied der Klasse antwortete, dass sie ihr Zielgewicht mit ”schwanger werden” verband, war Beth ganz geschockt, dass jemand anderes die gleiche Assoziation haben konnte.
Beth war unfähig, schwanger zu werden und kein medizinischer Test hatte eine Ursache zeigen können. Als sie ein bisschen Gewicht zunahm und ihr ”Wohlfühlgewicht” erreicht hatte, wurde sie auf einmal schwanger. Beth nahm während ihrer ersten Schwangerschaft 60 Pfund zu und war nicht in der Lage, erneut schwanger zu werden, bis sie dieses gleiche ”Wohlfühlgewicht” erreicht hatte. Nach ihrer zweiten Schwangerschaft (vor 17 Jahren) hatte sie es nicht mehr geschafft, abzunehmen, obwohl sie viele Diäten und Versuche machte und, ich brauche es gar nicht zu sagen, sie wurde auch nicht wieder schwanger, obwohl sie es zweifellos versucht hatte.
Mit dem Aufdecken dieser Assoziation wurde diese emotional befreit. Statt also diese Aspekte zu klopfen, führte mich meine Intuition dazu, diese Diskussion über Schwangerschaften zu verlassen. Dementsprechend forderte ich die Klasse auf, mit der Visualisierungs-Übung fortzufahren, denn ich war mir bewusst, dass wir jederzeit zu dem Thema Schwangerschaft zurück kehren könnten, wenn es immer noch Blockaden bei der Visualisierung geben würde.
Ich bat die Teilnehmer, die Augen zu schliessen und sich mit ihrem Zielgewicht vorzustellen, um mir dann die Klarheit dieses Bildes zu veranschlagen. Beth und der Rest der Gruppe klopfte wie folgt:


Zitat:

auch wenn ich Schwierigkeiten damit habe, mir mich mit meinem Zielgewicht vorzustellen, liebe....

Nach der ersten Klopfrunde erzählte Beth der Gruppe, dass sie sich nun sehen könne, wie sie in einem Cocktailkleid herumwirbele...glücklich mit einem klareren Bild ihres Erfolgs in ihrem Kopf. Sie klopfte zwei weitere Runden

Zitat:

auch wenn ich immer noch Schwierigkeiten damit habe, mir vorzustellen, wie ich erfolgreich mein Zielgewicht erreiche


und das Bild entwickelte sich, in dem sie sich selbst mit ihrem Idealgewicht in Alltagsklamotten sehen konnte, sie fühlte sich wohl und war in Frieden mit sich selbst. Da gab es keine unmittelbaren Blockaden, die sie daran hinderten, sich das positive Endresultat anzuschauen.
Die Gefühle, die sie mit einer Schwangerschaft assoziierte, kamen nicht wieder zurück. Während sie für die Visualisierung klopfte, offenbarte Beth der Klasse, dass sie sich an das erste Mal erinnerte, bei dem sie von jemandem blossgestellt wurde, weil sie zuviel gegessen hatte. Sie war fünf Jahre alt und wurde während einer Party getadelt, als sie fragte, ob sie noch mehr essen dürfe. Dieses Gefühl aufzudecken, überraschte sie sehr. Ich bat die Klasse zu klopfen:


Zitat:

auch wenn ich mich so für mich schäme... und für meinen Körper... und dafür, übergewichtig zu sein...liebe und akzeptiere ich mich so wie ich bin, von ganzem Herzen.


Dann bat ich sie, den Vergebungs-Einstimmungssatz am Zeigefinger zu klopfen:

Zitat:

Ich vergebe mir, übergewichtig zu sein...mich für mich zu schämen....

 

Nach fünf Wochen telefonierte ich mit Beth und sie berichtete Folgendes: “Ich habe 10 Pfund abgenommen, ich hab´s geschafft, bei meiner Lowcarb-Diät zu bleiben und bin voller Energie”. Während dieser Zeit hat sie folgende Aspekte geklopft:


Zitat:

auch wenn ich mich nach Kohlehydraten sehne, liebe...

Zitat:

auch wenn ich dieser ganze Abnehm-Kram viel zu lange dauert...


Zitat:

auch wenn ich scheinbar auf einem Plateau (Gewichtsstagnation während der Abnehmphase) feststecke¦


Sie klopfte auch


Zitat:

auch wenn ich nicht so essen kann wie andere Menschen....

(das war ein ganz essentieller Schlüssel für sie) und

Zitat:

auch wenn ich mehr als zweimal die Woche trainieren muss...


In der Hoffnung, sie von ihrem Plateau herunter zu bekommen und ihre Ausdrucksweise noch spezifischer werden zu lassen, bot ich ihr folgende Sätze an:

Zitat:

auch wenn mein Körper nichts mehr hergeben will
auch wenn mein Körper an dem Gewicht festhalten will, liebe...

und

Zitat:

auch wenn sich mein Körper dagegen wehrt, dieses Plateau zu verlassen...


Sie benutzte auch diesen Satz: ”ich muss trainieren” und ich dachte, dieser Satz sei korrigierbar. Also bat ich sie, genauer auf die Trainigsmethode und ihre Gefühle diesbezüglich einzugehen. Dies kam dabei heraus:

Zitat:

auch wenn ich Angst vor dem Training habe,...


Zitat:

auch wenn ich mich sträube, mehr als zweimal die Woche zu trainieren...


Ich fragte Beth, wie sie sich fühlte, jetzt, nachdem sie 10 Pfund verloren hatte. Sie antwortete, dass sie nun nicht besonders aufgeregt deswegen sei, weil sie das schon öfters geschafft hatte und dass sie einfach nur ziemlich frustriert war, weil sie wieder in dieses alte Verhaltensmuster zurückgefallen war, dass sie weiter abnehmen müsse. Also klopften wir am Telefon


Zitat:

auch wenn ich völlig frustriert bin und verrückt werde, weil ich da jetzt wieder durch muss, liebe und akzeptiere ich mich so wie ich bin, von ganzem Herzen!


Meine letzter Vorschlag, die Verweigerung endlich zu durchbrechen, war, jeden Tag mit der klassischen Behandlung für tiefe psychologische Umkehrungen zu beginnen:


Zitat:

Ich liebe und akzeptiere mich aus tiefstem Herzen, auch wenn ich dieses Problem niemals lösen werde / auch wenn ich niemals abnehmen werde.


Beth versprach mir, zu schreiben, wenn sie die nächsten 10 Pfund abgenommen hat.

 

Teil 5

 

Susan kam zu mir und klagte, sie würde in einer Sackgasse stecken, weil sie in den letzten 3 Jahren 30 Pfund zugenommen hatte. Die letzten 6 Monate waren für sie die stressigsten gewesen, weil sie schon chronisch gegen ihre Depressionen kämpfte, gegen den Stress ihrer Hochzeit, die teuren Flitterwochen im Ausland und ihre neuen Aufgaben als Ehefrau.
Sie beschrieb den späten Nachmittag als ihre gefährliche Zeit, weil sie gegen 15.00 einen Heisshunger auf Süsses bekam, egal, was sie zu Mittag gegessen hatte. Wir klopften diesen einfachen Punkt um zu sehen, ob dadurch irgendwelche tiefer liegenden Gefühle hochkommen würden.



Zitat:

auch wenn ich am Nachmittag Heisshunger auf Süsses habe, liebe und akzeptiere ich mich so wie ich bin, mit all meinen Fehlern


Zitat:

auch wenn ich nachmittags immer M&M´s haben will, liebe...


Susan begann ” ich denke, sie sind meine Belohnung für den Stress bei der Arbeit. Sie erlauben mir, eine Pause einzulegen.” Also klopften wir weiter:


Zitat:

auch wenn ich esse, wenn mich der Stress überfordert, liebe...



Zitat:

auch wenn das Essen von Süssigkeiten sich für mich wie eine Belohnung anfühlt, liebe...


Ich fragte Susan, ob es noch andere Situationen am Tage gab, in denen sie zum suchtmässigen Essen verführt wurde. ”Nach der Arbeit gehe ich nach Hause, lass mich vor den Fernseher fallen und fülle mich ab.” “Was glaubst Du, geht da emotional in Dir vor?” “Ich weiss es nicht genau..”
Also klopften wir:


Zitat:

auch wenn ich mich vor dem Fernseher vollfresse, liebe...


Susan sagte: ”Ich akzeptiere dieses Verhalten nicht wirklich, weil ich denke, dass es einfach ekelhaft ist....aber ich glaube, ich habe gerade eine wichtige Verbindung hergestellt”.
Während der Collegezeit konnte Susan nur konzentriert arbeiten, wenn sie sich in ihrer Studentenbude mit Essen vollstopfte. Sie ass und ass, während sie ihre Arbeiten abtippte oder für die Examen lernte. Sie sagte: ”Es half mir, mich zu konzentrieren.” Ich bat sie, das College-Essverhalten mit dem vor dem Fernseher zu verbinden. Sie antwortete: “Es ist die einzige Chance, mich nach der Arbeit zu konzentrieren.” “Warum musst Du Dich nach der Arbeit konzentrieren”  “ Es ist die einzige Möglichkeit, mich von der Arbeit abzulenken und sie hinter mir zu lassen.”
Wie auch immer, sie fühlte sich genötigt, sich mit Junk Food vollzustopfen, um ihren Kopf von der Arbeit frei zu machen.
Sie fand heraus, dass das Fernsehen gar nicht der Hauptaspekt war, wie sie früher immer gedacht hatte. “Ich brauche das Essen, um mich auf den Fernseher zu konzentrieren, der mir hilft, den Stress von der Arbeit zu ignorieren.” Susan sagte, dass sie sich völlig ausserstande sah, sich von diesem überwältigenden Stress zu lösen, ausser durch Essen. Ich fragte Susan, was sie sonst noch so bräuchte nach der Arbeit. “Ich muss entspannen können nach der Arbeit, zur Ruhe kommen, aber ich kann mich nicht entspannt fühlen, bis ich mich vollgefressen habe...”

Also klopften wir:


Zitat:

auch wenn ich essen muss, um mich zu entspannen und um ruhig zu werden, liebe...


Zitat:

auch wenn es mich beruhigt, wenn ich Essen in mich reinstopfe, liebe...




Zitat:

auch wenn mich das Überessen nach einem harten Arbeitstag ruhiger fühlen lässt, liebe...



Zitat:

auch wenn ich mich nicht relaxed fühlen kann, bevor ich mich vollgefressen habe, liebe...



Als sie gerade den Kinnpunkt klopfte, fing Susan an zu lachen. ”Das ist so bescheuert “ es gibt bestimmt genügend andere Möglichkeiten, mich zu beruhigen...”
“Was denn z.B”
“Nun, ich könnte zum Sport gehen oder ich könnte Tagebuch schreiben”
“Hast Du daran schon früher mal gedacht”
“Tja, das liegt jetzt auf der Hand, aber bisher bin ich noch nie darauf gekommen. Diese Dinge sind mit Sicherheit viel entspannender als sich vollzustopfen, während man üble TV-Shows guckt!”

Susan konnte sich diesen Möglichkeiten buchstäblich nicht öffnen, bis das Tappen ihre alten Vorstellungen beseitigte und eine gewisse Ruhe einkehrte.
“Welche Verbindungen siehst Du noch”
“Der Stress auf der Arbeit, dass ich meine Leistung durch die Abschlüsse beweisen muss, macht mich fertig und ich fühl mich irgendwie beraubt”
(Beraubtsein ist mein bevorzugtes Thema bei Gewichtsproblemen)

Wir klopften weiter:



Zitat:

auch wenn ich mich beraubt fühle durch den Stress bei der Arbeit, liebe....



Zitat:

auch wenn ich mich voll stopfe, wenn ich mich beraubt fühle, liebe....



Zitat:

auch wenn ich es Leid bin, mich vor meinem Chef beweisen zu müssen, liebe...



Susan sagte:”Nun fühle ich mich schuldig”
“Warum”
Weil es so töricht und egoistisch ist, sich beraubt zu fühlen. Ich habe so viel in meinem Leben, z.B. meine Gesundheit, meine Eltern und meinen Mann. Ich sollte mich nicht beraubt fühlen.


Zitat:

auch wenn ich mich immer noch beraubt fühle, obwohl ich es nicht sollte, liebe....


Während der folgenden Woche wirkte Susan anders auf mich und hörte sich auch anders an. Ihr Drang, nach der Arbeit zu futtern, war definitiv reduziert, und sie hatte regelmässiger Sport getrieben. Sie gab zu, dass sie immer noch abends schlechtes Essen wählte, aber sie fühlte, dass sie in die richtige Richtung ging. Sie fühlte sich nicht mehr so umnebelt, weniger depressiv und viel hoffnungsvoller.

Während sie überzeugt war, dass ihre guten Vorsätze etwas mit ihrem guten, neuen Wohlgefühl zu tun hatte, konnte sie nicht bestreiten, dass das Tapping ihr geholfen hatte, ihre Gewohnheiten und ihre Perspektive zu verändern.
Am Wichtigsten war, dass sie sich zutraute, ein neues Abnehm- und Gesundheitsprogramm durchzuziehen, anstatt sich immer weiter runterzuziehen. Sich aufzurichten fühlte sich wunderbar an und veränderte ihre Aussichten in jeder Beziehung.

Nichtsdestotrotz fühlte sie sich immer noch beraubt, obwohl in dieser Woche das Augenmerk auf ihrem Mann lag. Er arbeitet in Nachtschichten, während sie tagsüber normale Arbeitszeiten hat.

Also klopften wir:

Zitat:

auch wenn wir die wenige Zeit nicht wertvoller miteinander verbringen, liebe..


Zitat:

auch wenn ich die Aufmerksamkeit meines Mannes vermisse, liebe....


Es war körperlich und emotional offensichtlich, dass frühere Einschränkungen und Entmutigungen über ihre Fähigkeit, Gewicht zu verlieren, diese auf ein Minimum reduziert hatten.
In diesem Fall hat das Loslassen des Übergewichts noch nicht ganz begonnen, aber wir konnten bereits erhebliche Fortschritte feststellen. Susan wird ihre Klopfsätze bezüglich der Gefühle der Entbehrung und Beraubung sowie den Stress als Schlüsselbegriffe für ihr Übergewicht weiter klopfen. Sie gab zu, dass sie sich immer noch davor fürchtete, den endgültigen Schritt zu machen, aber sie war so glücklich, dass sie bereits so nah an diesem besagten Schritt war. Sie fühlte sich wie neu geboren.
Das, sagte ich ihr, sei der perfekte Startpunkt, um Gewicht zu verlieren. Solange sie sich so wie vorher fühlte entmutigt, niedergeschlagen, lethargisch, sich selbst hassend war es ihr völlig versagt, sich überhaupt vorzustellen, dass sie in der Lage sein könnte, Gewicht zu verlieren.

Aus meiner Erfahrung weiss ich, dass viele Kliniker und Patienten sich entmutigt fühlen, weil die Waage nicht gleich rapide nach unten ausschlägt. Das ist der Moment, in dem man unbedingt dran bleiben und weiter an den tieferliegenden Themen und Verhaltensmustern klopfen sollte, bis die leisen Veränderung sich in den Alltag integrieren und den Patienten zu neuen Verhaltensmustern und sichtbaren Erfolgen führen.
Carol Look, C.S.W., D.C.H.

 

Teil6

Während der San Diego-Energie-Konferenz am letzten Wochenende kam Sharon auf mich zu gerannt, um mir zu erzählen, wie toll sie seit der EFT Spezialkonferenz in Flagstaff mit ihrer Gewichtsabnahme weiter gekommen war. Sie hatte dort an meiner 3-stündigen Gewichts-Abnahme-Präsentation mit EFT teilgenommen. Nachfolgend beschreibt sie teilweise erzählend, teilweise auch im Interview, ihre Fortschritte bezüglich ihrer Einstellung, ihrer Gefühle und ihrer Pfunde. Sharon hatte an einem später stattfindenden Teil des Workshops teilgenommen, bei dem es speziell um die Teilnehmer ging, die kein sichtbares, körperliches Gewichtsproblem, sondern ein schlechtes Körperbild von sich hatten.

CAROL: “Welcher Teil von dem Flagstaff Seminar hat Dich am meisten weitergebracht?”

SHARON: “Als Du uns gebeten hast, uns an Zeiten zu erinnern, in denen wir uns für unseren Körper geschämt haben, fing ich an zu klopfen und hab mich auf einmal an einen beschämenden Kommentar an der High School erinnert”.

CAROL: “Erzähl mir, an was Du Dich erinnert hast.”

SHARON: Ich glaube, wir klopften auch wenn sie mich wegen meines Körpers beleidigten... und ich erinnerte mich an den Moment, als ich 16 Jahre alt war und den Twist mit MC tanzte. Ich dachte, ich sei ein ziemlich heisser Feger und MC sagte: “Hey Sharon, Du hast zwar nicht wirklich einen tollen Körper, aber Du weisst, wie Du ihn einsetzen musst!  Ich fühlte mich so verletzt, als er das sagte und ich fühlte mich schrecklich und war sehr erstaunt, als ich auf der Bühne stand, mich daran erinnerte und eine Verbindung zu meinem armseligen Körperbild herstellte. Dann klopfte ich:

auch wenn MC meinen Körper beleidigte...

auch wenn er mein Selbstbild verletzte,...

solange, bis das Gefühl verblasste. Ich glaube auch, dass Du sagtest, wir sollten folgenden Satz tappen:
auch wenn ich mich unzulänglich fühle, und mein Körper nicht gut genug ist, .... und das ist auch das, was ich immer für mich selbst gefühlt habe!

CAROL: Und wie hat das Klopfen auf der Bühne dir bis jetzt geholfen?

SHARON: “Mir wurde klar, dass ich seit ich 16 war (sie ist jetzt in den frühen 50ern), versucht habe, den Körper zu bekommen, was unmöglich war.”

CAROL: “Welchen Körper?”

SHARON: “Den Körper, von dem MC damals sagte, dass ich ihn nicht hätte und auch nie haben würde...Ich fühle nicht länger, dass ich diesen Körper nie werde haben können. Wenn ich jetzt hübsche Frauen beim Sport sehe, brauche ich sie nicht zu hassen, sondern ich sehe in einigen von ihnen Beispiele, wie ich aussehen kann, wenn ich mein Zielgewicht erreicht habe.”

CAROL: Und Du glaubst, dass es Dir geholfen hat, Gewicht zu verlieren, in dem Du diesen beschämenden Vorfall von damals wieder entdeckt und beklopft hast?

SHARON: Absolut. Ich hab seitdem 7 Pfund abgenommen und dieses beschämende Körpergefühl ist verschwunden!  

Sharon und ich hatten Probleme, uns zu erinnern, welche anderen Einstimmungssätze wir noch benutzt haben, aber die Hauptthemen waren die Traurigkeit, die Scham vor dem eigenen Körperbild und die Tatsache, den Menschen zu vergeben, die sie damals so beschämt hatten. Beispiele:]auch wenn ich meinen Körper hasse,...

auch wenn ich sauer auf ihn/sie bin, weil er mich so beschämt hat...
auch wenn ich ihm/ihr verzeihe, dass er/sie mich so beschämt hat damals,...

            CAROL: Was ist Dir noch aufgefallen?

SHARON: Ich trainiere härter und länger beim Sport und ich geniesse es!

CAROL: Und das ist neu?

SHARON: Ja, es fühlt sich nicht länger wie eine lästige Hausarbeit an! Es ist nicht länger ein ich müsste.. oder ich sollte..  Jetzt freue ich mich darauf!

CAROL: “Und was ist Dir noch aufgefallen?”

SHARON: “Meine Süchte im Allgemeinen sind weg.”

CAROL: “Hast Du mit den anderen Teilnehmern in Flagstaff die Süchte beklopft?”

SHARON:”Ja, all die Süchte auf Schokolade und Brot.”

auch wenn ich fürchterliche Süchte verspüre,...

auch wenn ich nicht auf mein Lieblingsessen verzichten will,....

usw.

CAROL:” Und auch wenn ich mich beraubt fühle, wenn ich auf meine Schokolade verzichten soll,...”

SHARON: Richtig! Und

auch wenn ich Angst habe, dass ich mich nicht sicher fühle ohne mein Essen

und auch wenn ich Angst davor habe, meine Komfort-Zone zu verlassen....

CAROL: “Was noch?”

SHARON: “Ich kann mir jetzt auch alles viel besser einteilen. Ich hab nicht mehr diese quälenden Dialoge mit mir selbst, wie soll ich, soll ich nicht? Oder wenn ich das jetzt esse, werde ich es später bereuen und dafür zahlen...ich werde es jetzt nicht essen, aber ich würde so gerne..... Ich fühle diesen Druck überhaupt nicht mehr, dass ich abnehmen müsste. Ich fühle, dass ich die Wahl habe.”

 

 

 

CAROL: “Hast Du seit Flagstaff selbst weiter getappt?”
SHARON: “Nein, nur für ein paar Süchte, die ich zu Anfang noch hatte. Und für dieses Gefühl, auf der Bühne ausgeliefert zu sein.”
CAROL: “Was meinst Du? “
SHARON: “Ich fühlte mich nicht dazu gehörig, weil ich mich als übergewichtig ansah und die anderen als sehr dünn empfand.
Dadurch habe ich mich sehr ausgeliefert gefühlt, es war mir sehr peinlich. Ich dachte, dass alle annehmen würden, dass so eine wie ich nicht in eine Gruppe freiwilliger Normalgewichtiger passt.“
CAROL: “Und dieses Ausgeliefertsein hörte auf? “
SHARON: “Ja.”
CAROL: “Und was war noch wichtig für Dich?”
SHARON: “Du gabst mir die Erlaubnis, all dieses dumme, hässliche, abscheuliche Zeug laut auszusprechen, das in mir ist, wenn ich an meinen Körper denke. Ich fühlte die unbegrenzte Erlaubnis zu sagen:
auch wenn ich meinen Körper hasse und nicht akzeptiere, liebe und akzeptiere ich mich VON GANZEM HERZEN MIT ALLEN FEHLERN.
Und jetzt fühle ich wirklich, dass ich meinen Körper akzeptiere.
CAROL: Gibt es noch was?
SHARON: Ja, jetzt habe ich keine so grosse Angst, dass mein Körper schlabberig und locker wird, wenn ich alt werde, aber gleichzeitig kümmere ich mich jetzt viel besser um ihn, um ihn stark und gesund zu machen. Und ich hab eine tiefe Zuversicht, weil ich WEISS, dass ich mein Ziel jetzt erreichen kann.”

 

Teil 7

Patti
rief mich Mitte April an und wollte, dass ich ihr half, ihr Gewicht zu reduzieren. Sie war bei der Flagstaff-Konferenz dabei und hatte im Zuschauerraum sitzend an der 3-Stunden-Präsentation zur Gewichtsabnahme teilgenommen. Sie hatte seitdem 9 Pfund verloren aber war ein wenig frustriert, weil ihr Gewicht seit zwei Wochen stagnierte.

Während ihrer ersten Sitzung (90 Minuten) erzählte mir Patti, dass sie sich schon immer fett gefühlt hatte, dass sie von einem Ex-Mann als fett tituliert worden war und dass sie sich schon ihr Leben lang mit dem Gewichtsproblem und dem schlechten Körperbild herumschlug.

Wir begannen zu klopfen:

auch wenn ich mich fett fühle und mich schon immer fett gefühlt habe, liebe und akzeptiere ich mich von ganzem Herzen

auch wenn ich glaube, dass ich zu fett bin...

auch wenn ich überzeugt bin, dass ich zu gross bin

auch wenn ich mich jetzt riesig und fett fühle, wenn ich mich so angucke

Ihr SUD-Werte fielen dramatisch. Patti betrachtete ihren Körper und gab zu, dass sie nach alledem eine anständige Figur hatte.

Wir klopften auch ihre Sucht nach Kohlehydraten. Ich bat Patti, ob es irgendwelche Gefühle für ihre Familienmitglieder gab, die in Zusammenhang mit dem Gewichtsstillstand stehen könnten. Sie gab zu, dass sie sich schuldig fühlte, sobald sie abnahm, weil ihre Mutter übergewichtig war. Tatsächlich war es so, dass als Patti sie besuchte, nachdem sie 9 Pfund abgenommen hatte- ihre Mutter ängstlich und nervös wurde. Sie versuchte, Patti zu füttern und gab ihr extra hochkalorische Nahrungsmittel für zuhause mit.
 
Wir klopften also:

 auch wenn ich weiss, dass ich mich schuldig fühle, wenn ich noch mehr abnehme und Mama fett bleibt...

auch wenn ich mich schuldig fühle, wenn sie sich nicht wohl fühlt, weil ich abgenommen habe,....

auch wenn ich mich immer noch schuldig fühle, wenn ich dünner bin als meine Mutter, ....Wieder sanken ihre SUD-Level gewaltig und sie fühlte sich viel losgelöster.

 

Patti sagte: “Ich sabotiere meine Abnahme, um mich vor meiner Mutter und meinem Erfolg zu schützen”. Sie fühle sich eingeschränkt durch bestimmte Glaubensmuster, die ihre Erfolgsmöglichkeiten betrafen.

auch wenn ich nie erfolgreich bin, was immer ich mir auch vornehme; je mehr ich mir etwas vornehme, um so weniger ich fähig bin, es durchzuziehen, liebe...

 

auch wenn ich ohne Mutters Hilfe nicht erfolgreich sein kann, liebe...

auch wenn sie mich nicht unterstützen wird, wenn ich erfolgreich bin, liebe ....

auch wenn ich mich nicht sicher fühle, wenn ich erfolgreich bin und ich ängstlich bin, wenn ich Gewicht verliere, liebe....

Dann beschrieb Patti ihre schmerzhaften Gefühle bezügl. ihres Perfektionismus und wurde während dieser Diskussion sehr, sehr ängstlich. Wir klopften weiter.

auch wenn ich unter diesem Druck stehe, perfekt zu sein, liebe...

auch wenn ich nicht perfekt bin, es aber gerne sein würde, liebe...

auch wenn ich wünschte, ich könnte mich als nicht perfekt akzeptieren, liebe...(Während der Erinnerungssätze sagten wir “Ich entscheide mich jetzt dafür, mich als nicht perfekte Person zu akzeptieren”)

Patti beschrieb ihr wenn nur-Spiel, mit dem sie niemals an ihr Ziel kommen würde. Da war immer die Einstellung dahinter: wenn ich erst mal abgenommen habe....dann könnte ich erfolgreich sein.

 

Dann deckte sie ein Vorurteil auf, das sie hatte: “Ich hasse fette Menschen, weil sie nicht perfekt sind.” Also klopften wir diesen Satz:

 auch wenn ich ich fette Menschen hasse, weil sie nicht perfekt sind, und obwohl ich es auch nicht bin, liebe....

Dieser Satz änderte sich dann in:

auch wenn ich fette Menschen hasse, weil sie mir etwas spiegeln und mich missbilligen,....

Patti hatte einige Erlebnisse während der Konferenz mit Frauen, die dicker waren als sie und die sie kritisierten, weil sie angeblich Problem mit ihrem Gewicht hätte. Sie spürte dadurch den Groll und die Missbilligung ihrer Mutter.

Nach diesen paar Tapping-Runden fühlte sie eine dramatische, eindeutige kognitive Veränderung. Sie hatte dieses Vorurteil gegen andere oder sich selbst völlig aufgegeben. (Dies war ein wichtiger Punkt, weil Patti als Therapeutin mit Übergewichtigen arbeiten wollte.)

 

Dann besprachen wir weitere Einstellungen und Glaubenssätze, die Pattis Gewichtsabnahme behinderten.

 

auch wenn ich vermutlich nach meiner Abnahme wieder zunehmen werde, so wie es immer war...

auch wenn es wie auch immer- ein Kampf sein wird, die Abnahme zu halten....

 

auch wenn ich glaube, dass ich immer werde aufpassen müssen, dass ich nicht wieder zunehme...

 

Wiederum waren einige der Erinnerungssätze diese hier:

ich entscheide mich, mich in meinem Körper wohl zu fühlen, ich entscheide, mit meiner Abnahme in Frieden zu leben... und mich sicher zu fühlen mit meiner Abnahme und meinem Erfolg.

Letztendlich klopften wir für die extreme Schuld, die sie überkommt, wenn sie gegessen hat und für die übermächtige Angst, wenn es generell ums Essen geht:

 

auch wenn ich diese Schuld beim Überessen unbedingt ablegen will....

auch wenn ich dem Essen viel zu viel Macht gebe und es so satt habe, immer so ängstlich zu sein....

Wir beendeten die Sitzung mit einer Visualisierung von Patti, wie sie ihr Zielgewicht erreicht, und klopften alles, was noch im Weg stand.

Während unserer zweiten Sitzung (45 Min.) berichtete Patti, dass sie die Portionen ihrer Mahlzeiten im Griff hatte und sie bereits ohne Mühe 3 Pfund abgenommen hatte, auch wenn sie sich immer noch schuldig fühlte, wenn sie nicht mit Argusaugen darauf achtete, was sie ass.

Also klopften wir:

auch wenn ich mich so unsicher fühle, wenn ich diesen Schutzmechanismus runterschraube....

Ein weiterer Glaubenssatz, der sie sehr einschränkte, kam auf. Patti sagte, “wenn ich abnehme, muss ich meine eigenen Erwartungen in allen Bereichen übertreffen.”  Das war ein grosser Druck für sie, ihr Gewicht zu verlieren. Also klopften wir alle Sicherheitsaspekte durch, um Gewicht verlieren zu können:

auch wenn ich mich immer noch unsicher fühle, wenn es darum geht, dünner zu werden....

auch wenn SIE sich unsicher fühlen werden, wenn ich immer mehr abnehmen....

auch wenn ich Angst davor habe, mich zu verändern...

Dann fragte ich sie, was der Nachteil für sie wäre, wenn sie sich erfolgreich und kraftvoll fühlen würde. Sie antwortete, ich wüsste nicht, wie ich mich in dieser Welt verhalten sollte. Ich bin immer unter meinen Möglichkeiten geblieben. Ich kenne mich nur als jemanden, der Träume hat, die aber nie wahr werden. Ich werde niemals ich selbst sein, bis ich wieder unglücklich bin mit dem, was ich beruflich mache.

Wir klopften all diese Sätze und schlossen den ich entscheide mich-Satz mit positiven Formulierungen an.

auch wenn ich Angst davor habe, meine volle Energie auszuschöpfen, liebe...(ich kann mich sicher fühlen, wenn ich meine ganze Energie ausschöpfe)

auch wenn ich nie gut genug war, weil ich nicht perfekt bin....(ich BIN gut genug!)

auch wenn ich mich ablenken lasse, um zu vermeiden, dass ich meine ganze Energie ausschöpfe....

auch wenn ich denke, dass ich mich selbst belüge, wenn ich meine Energie blockiere...

 
(Man beachte, dass es in dieser Sitzung kaum um Mahlzeiten, Essensgewohnheiten oder aktuelle Pfunde ging).

 

Während Pattis dritter Sitzung konzentrierten wir uns auf ihre Tendenz, nicht ihr ganzes Potential auszuleben, das Gute daran sowie ihr Gefühl, nicht geschützt zu sein, sobald sie dünner würde.

Sie beschrieb das tiefe Gefühl der Einsamkeit, seit eine feste Beziehung im letzten Winter in die Brüche gegangen war. Dies hatte dazu beigetragen, dass sie übermässig zu essen begonnen hatte.

Wir beklopften den Klumpen in ihrem Hals sowie das Gefühl der Einsamkeit. Wir klopften weiter an dem Thema, sich unsicher und verletzlich zu fühlen, sobald sie energie- und erfolgreich sein würde. Ausserdem klopften wir das Gefühl der Bedrohung, dass ihre Mutter evtl. wegen Pattis Fortschritten fühlen könnte.

Wir beendeten die Sitzung mit einer weiteren Visualisierung ihres Zielgewichts und klopften jedes aufkommende emotionale Gefühl und jedes körperliche Unwohlsein. Ihre Hausaufgabe war, sich selbst für die Themen “sich unzulänglich fühlen”, ”die Angst, sich zu verändern” und “sich nicht sicher fühlen” zu beklopfen.

Patti sagte ihre vierte Sitzung ab, weil sie ihr Zielgewicht erreicht hatte (im Moment liegt sie 1 1/2 Pfund unter ihrem Zielgewicht) und hat insgesamt 20 Pfund abgenommen. In einem späteren Telefonat 4 Monate später sagte sie, dass sie ihre Abnahme gehalten hat und sie fasste ihren Fortschritt so zusammen:

 

1.         Ich habe mich selbst und mein Essverhalten unter Kontrolle

2.         Ich hab keine Angst mehr vor Nahrungsmitteln

3.         Ich habe keine Schuldgefühle mehr, wenn ich gegessen habe

4.         Es gibt keinen Körperhass mehr oder strenge Selbstkontrolle

5.         Ich geniesse das Essen mehr denn je.

 

Wir legten eine weitere Sitzung fest mit den Themen Angst, eine neue Beziehung einzugehen und Angst, sie könne wieder zunehmen

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