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18.Oktober 2007

 

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Gail verliert 110 Pfund und ihre Fibromyalgie verschwindet

 

von Dr. Carol Look, übersetzt von Ulla

Herzlichen Dank für die freundliche Abdruckgenehmigung!

Das Original finden Sie hier: http://www.emofree.com/addictions/lost-110-pounds.htm

 

 

Hallo alle miteinander!

 

Hier ist ein klassischer Fall von Gewichtsverlust von Dr. Carol Look.  Bitte beachtet, dass Carol´s Klientin (Gail) keinen Fortschritt in ihrem Gewichtsproblem hatte, BEVOR sie viele emotionale Themen löste. Diese emotionalen Themen riefen natürlich Gail´s Ängste hervor, die sie wiederum dazu brachten, sich zu überessen, um damit die emotionale Unrast zu beruhigen.

 

Carol erzählt uns auch die Details hinter diesem Fall (vieles in Gail´s Worten) und auch einige der wichtigsten Sätze, die sie benutzten. Beachtet auch bitte, wie Gail´s Fibromyalgie auf Null zurück ging. Wir sehen diese Form von Verbesserung sehr oft, nachdem emotionale Kernthemen mit EFT gelöst worden sind.

Herzlichst, Gary

 

  

Gail rief mich letzte Woche an, um neue EFT- Stunden zu nehmen, da sie sich vor kurzem von ihrem Freund getrennt hatte. Wir hatten vor über einem Jahr wegen ihres Übergewichts zusammen gearbeitet. “Übrigens”, schrieb sie einer E-Mail...”Ich habe grosse Fortschritte gemacht und 110 Pfund abgenommen!”

Da ich weiss, dass dieses Forum Details dieser Geschichte schätzen würde, führe ich nachfolgend die wichtigsten Punkte unserer Unterhaltung auf:

Carol: Ich nehme an, dass Du vor EFT schon versucht hast, abzunehmen...?

Gail: In den letzten 30 Jahren habe ich ständig ab- und wieder zugenommen. Ich habe vor kurzem ausgerechnet, dass ich in meinem Leben ungefähr 1000 Pfund ab- und wieder zugenommen habe. Als ich in den Zwanzigern war, war ich Bulimikerin und habe alle Diäten ausprobiert.

Carol: Gib mir mal ein paar Beispiele, welche Programme du ausprobiert hast.

Gail: Ich habe jeden Diätplan und jedes Übungsprogramm durchgeführt, das es gibt. Bei meinem ersten Weight Watchers-Besuch war ich 13. Seitdem war ich sechs Mal Mitglied dort. Ich habe kohlenhydratfreie, kohlenhydratarme, fettarme und eiweissreiche Kost ausprobiert, Balance-Programme wie “the Zone”, das “Prozac Not Potatoes”-Buch....einfach alles. Ich versuchte, Regeln zu befolgen (nichts mehr essen nach 19.00 Uhr, die Portionen kontrollieren, langsam essen, nicht im Auto essen, Diät-Illustrierte kaufen, jemand anderen anrufen und ihm erzählen, was ich gegessen habe), es hat alles nicht funktioniert. Ich habe eine ganze Bibliothek voller Bücher über Essen, Gewicht und Übungen. Ich habe jede Methode ausprobiert, über die irgendwann mal geschrieben wurde. Ich hab mir Knöpfe ins Ohr pieksen lassen, ich wurde hypnotisiert, war zur Ernährungsberatung, habe eine Haaranalyse machen lassen und Ergänzungsmittel genommen. Ich habe Abnehmpillen geschluckt, diesen phen-phen-Wahnsinn. Ich hab versucht zu fasten und alle Übungsprogramme ausprobiert. Und immer den gleichen Effekt erzielt: ich hab mich schrecklich gefühlt und mehr Kilos wieder zugenommen, so dass ich am Ende schwerer war als beim Start der Diät. Ich habe nie geschafft, durchzuhalten und als Resultat habe ich mich so sehr selbst verabscheut. Ich war wirklich eine Versagerin in diesem Bereich.

  

Carol: Was, würdest du sagen, hat dich immer wieder scheitern lassen?

Gail: Eine Sache, und zwar “Angst”. Ich hatte Angst, mein Essen einzuschränken. Es fühlte sich an, als würde ich unter Wasser meinen Atem anhalten und es wäre nur eine Frage der Zeit, wann ich wieder auftauchen müsste, um Luft zu holen. Dann würde ich wieder anfangen zu futtern. Ausserdem war ich eine Person, die es anderen Menschen immer Recht machen wollte. Ich war sehr sensibel und empfindlich, ich konnte meine Gefühle nicht unter Kontrolle halten, wenn ich nicht vollgefuttert war. Ich war durchgehend besorgt, es nicht allen Recht machen zu können oder das andere sauer auf mich sein könnten. Ich konnte mit diesen ganzen Ängsten einfach nicht umgehen.

Carol: Glaubst Du, dass EFT zu Deinem gewaltigen Gewichtsverlust beigetragen hat, und wenn, in welcher Form?

Gail: Ich glaube das nicht nur, ich bin sicher, dass es stimmt! Das war der kritischste Punkt dabei. Ich hätte mich sogar darüber aufregen können, weil ich nicht geglaubt hätte, dass es so einfach ist. Jahrelang habe ich alles versucht, mit all meiner Kraft, ich habe gekämpft und mich selbst für all mein Versagen gehasst. EFT funktionierte, obwohl ich nicht daran geglaubt hatte und selbst wenn ich Widerstand leistete. Du erinnerst Dich bestimmt an einige der Stunden, als ich dir erzählte, dass ich zwischen den Treffen nicht geklopft habe. Trotzdem tat sich was. Manchmal glaube ich, es ist ein Wunder, dass ich zuliess, dass es passierte.

Carol: Ich erinnere mich, dass es auch harte Zeiten gab.

Gail: Ja, bei manchen Treffen habe ich einfach nur geweint und geweint. Aber ich habe über 10 Jahre lang eine Gesprächstherapie gemacht - über 10 Jahre war ich bei den “Anonymen Überessern“ und habe mich nach den Stunden niemals so gut gefühlt wie nach den EFT- Stunden mit Dir. Ich erinnere mich, dass ich ganz verblüfft war, wenn ich während unserer Telefonate zu den tiefsten Schmerz- und Kernpunkten gehen konnte und mich danach viel besser fühlte und mich zusammenreissen konnte, um arbeiten zu gehen. Es hat mich wirklich beeindruckt, dass ich ein Treffen mit dir in einem schlechten emotionalen Zustand beginnen konnte, um nach der Stunde emotional völlig “umgekehrt” dein Haus zu verlassen und danach noch Arbeiten gehen zu können. Das war mir vorher noch nie passiert. Carol: Was glaubst Du, waren die schlimmsten Themen, die Du beklopft hast?

Gail: Das müsste der Familien-Stoff gewesen sein. Ich hatte Angst, dass ich meine Familie verlassen müsste, weil sie mich nur als kranke Person gebrauchen könnten. Also würde ich, sobald ich abgenommen habe, nicht mehr zu ihnen gehören. Wir haben damals folgende Sätze geklopft:

  

Auch wenn ich Angst habe, mein Gewicht zu verlieren, weil ich mich dann nicht loyal meiner Familie gegenüber verhalte,...

Auch wenn sie mich nur krank gebrauchen können, und ich diese Vorstellung erfüllen will,...

Auch wenn ich Angst habe, mein Gewicht zu verlieren, weil ich nicht weiss, wer ich dann sein werde,...

Auch wenn der Gedanke daran, Gewicht zu verlieren, mich bedroht,....

Auch wenn ich mich im tiefsten Inneren nicht liebenswert finde und wertlos, solange ich nicht endlich anfange, etwas zu tun, entscheide ich mich jetzt, mich ganz anzunehmen, mit all meinen Fehlern und Unzulänglichkeiten.

Auch wenn ich mich unterschätzt und minderwertig fühle,...


Carol: Meine Unterlagen zeigen, dass du auch eine grosse Angst vor Intimität hattest.

Gail: Ja, in meinem Herzen wusste ich, dass ich, wenn ich abgenommen habe, eine neue Beziehung haben würde. Ich hatte 14 Jahre lang keine Beziehung, also könnte ich es versuchen und mich sicher fühlen. Stattdessen fühlte ich mich sogar noch schlimmer. Ich war entsetzt, dass ich mich in einer neuen Beziehung nicht genug abgrenzen konnte. Das kannte ich vorher nicht.

Wir klopften damals:

Auch wenn ich Angst davor habe, mich verwundbar zu fühlen und ich nicht bereit bin, mich zu öffnen, um wieder verletzt zu werden,....

Auch wenn ich weiss, dass ich mich ohne mein Übergewicht nicht schützen kann,....

Auch wenn ich mich mit diesem Schutz sicherer fühle,...


Carol: Und nun hast Du mich ein Jahr nach unserer ersten Zusammenarbeit angerufen, es geht um Deine Beziehung, stimmt´s?

Gail: Ja. Ich gebe zu, ich habe nicht alleine getappt, aber ich habe mich schon viel besser verhalten als früher. Ich hab mich getrennt, wenn es sein musste, weil die Beziehung nicht gut für mich war, und das war ein grosser Fortschritt. UND ich habe während dieses ganzen Chaos mein Gewicht gehalten. Ich habe mich während dieser Zeit nicht selbst zerstört. Ich konnte auf einem höheren Niveau lieben. Ich konnte mich mehr einlassen, weil ich mich mehr um mich selbst gekümmert habe.

Carol: Wie hat dir EFT sonst noch geholfen?

Gail: Je mehr ich übte, um so motivierter wurde ich. Bis dahin war ich nicht einmal in der Lage, ein Programm durchzuziehen. Nun freue ich mich darauf, in die Sporthalle zu gehen und liebe es. Ich wollte mich auf einmal bewegen, als wir letztes Jahr getappt haben.

Carol: An welche Klopfthemen erinnerst du dich noch?

Gail: Nun, neben der unglaublichen Selbstverachtung und dem Gefühl, ein Versager zu sein, erinnere ich mich, dass ich das Gefühl, wertlos zu sein, beklopft habe. Dass ich es nicht verdiene, mich zu erholen, dass ich nicht liebenswert bin, bis ich anfange, etwas zu tun, und dass ich nirgendwo wirklich dazugehöre. Ich war geschockt, wie viel Heilung in solch kurzer Zeit möglich war.
 

Weitere Klopfsätze waren:

Auch wenn ich mich und meinen Körper hasse, liebe und akzeptiere ich mich so wie ich bin, von ganzem Herzen.

Auch wenn ich mich dafür hasse, so oft versagt zu haben,....

Auch wenn ich mich in meinem Körper gefangen fühle und ihn zurückweise,....

Auch wenn ich fett bin und es hasse, fett zu sein und mich für dafür hasse, so zu sein, wie ich bin, ....


Carol: Ja, wir hatten weniger als 8 Treffen zwischen Februar und Mai, danach habe ich bis Oktober nichts mehr von dir gehört, als du an einem meiner Fernstudien teilnahmst. Als du dich angemeldet hast, hattest du 70 Pfund abgenommen.

Gail: Und das Überraschendste ist, während der meisten Zeit habe ich überhaupt nicht das Gefühl gehabt, mich überessen zu müssen. Ich wollte das einfach nicht. Das ist das erste Mal in meinem Leben, dass ich nicht nur ans Essen denke. Stattdessen hast du mich dazu gebracht, auf meine Gefühle zu schauen! Jetzt fragt mich jeder, welchen Diät- oder Übungsplan ich befolgt habe. Keiner will mir glauben, dass ich darauf verzichtet habe, mir das Essen zu verbieten und dass ich seit einem Jahr keinerlei Diät gemacht habe.

Carol: Sie suchen nach einer Antwort in einem Diätplan oder einem Sportprogramm?

Gail: Richtig! Ich weiss, dass weder der Sport noch das Ablehnen einer Diät jemals stattgefunden hätten, wenn ich nicht getappt hätte!

Carol: Übrigens, als ich meine Notizen überflogen habe, sah ich, dass wir an deinen Fibromyalgie-Schmerzen gearbeitet haben. Daran habe ich mich gar nicht mehr erinnert.

Gail: Ja, bei mir wurde vor 5 Jahren eine Fibromyalgie diagnostiziert. Seitdem lebte ich mit chronischen Schmerzen und hatte keine Energie. Es war wirklich furchtbar. Ich konnte gerade mal meine täglichen Aufgaben bewältigen.

Carol: Wie steht es jetzt mit den Schmerzen?

Gail: Ich würde sagen, dass ich wahrscheinlich keine Fibromyalgie mehr habe. Ich bin zwar nicht zum Arzt gegangen, aber meine Symptome sind praktisch nicht mehr vorhanden.

Carol: Das ist ein wunderbarer Nebeneffekt! Danke, Gail, dass Du uns an Deiner Geschichte teilhaben lässt. Ich weiss, dass das viele Menschen sehr ermutigen wird.


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