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Stand 20.6.2008

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Wiederholung & Emotion

 

Gott segne meinen Onkel Charlie

 

Herzlichen Dank für die Übersetzung an EFT-Forumsmitglied Irene Müller!

 

Hallo an alle,

Ich erwähnte beim letzten Mal, dass viele der Gedanken und „Grenzen“, denen wir uns unterwerfen, grossartige Drehbücher für eine Broadway-Komödie geben würden. Das ist wahr, sehr wahr, und es wirft die Frage auf, wie denn dieses Zeug auf unsere Wände geschrieben wurde? Ich meine, habt ihr jemals über die Details dieses Prozesses nachgedacht? Ich möchte das mit euch erforschen. Denn die damit verbundenen Einsichten werden bei zukünftigen Fortsetzungen hilfreich sein. Es wird uns auch neue Einsichten in unsere Anwendungen für EFT verschaffen.

Als ich ca. 10 Jahre alt war, lebte die Mutter meiner Mutter etliche Monate bei uns. Sie war natürlich meine Großmutter, und ich nannte sie „Oma Effie“. Nun hatte Oma Effie ein sehr hartes Leben gehabt, und war eine sehr bittere Frau. Sie war, wie sich herausstellt, geistig krank (Schizophrenie). Ich wusste das aber nicht. Für mich war sie einfach Oma Effie. Sie war eine Erwachsene in meinem Leben, die - für mich - eine Position der Autorität innehatte. Was sie sagte, war die Wahrheit. Warum? Weil sie meine Oma Effie war. Ist das nicht steinharte Logik?!?

Oma Effie war voll von Ratschlägen und Ermahnungen. Meine Eltern arbeiteten beide, also verbrachten Oma Effie und ich viel Zeit zusammen. Eines der Dinge, die sie mir wiederholt sagte, war das Folgende...

„Ein Gentleman nimmt einer Dame niemals die Tugend, nicht einmal, wenn sie es anbietet.“

Sie sagte das ständig. Ich wette, sie sagte es mindestens hundertmal. Und da war ich, ein beeindruckbarer Zehnjähriger, am anderen Ende dieser „Weisheit“. Ich glaubte Oma Effie. Ich wusste, sie musste recht haben, auch wenn ich keine Ahnung hatte, was „die Tugend einer Dame“ war. Sie ließ mich versprechen, ich würde immer ein Gentleman sein und einer Dame niemals die Tugend nehmen. Ich versprach es gehorsam. Es war natürlich leicht zu versprechen, weil ich nicht einmal wusste, wo eine Dame das verdammte Ding (was immer es war) hatte. Aber es musste wichtig sein, sonst hätte Oma Effie nicht so eine große Sache daraus gemacht.

Wie auch immer, später in meinem Leben entdeckte ich, was die Tugend einer Dame war, und wie es der Zufall wollte, hatte ich ein paar romantische Gelegenheiten, die mein Versprechen, ein Gentleman zu sein, testeten. Meine Güte! Ich würde fast alles geben, um diese Gelegenheiten zurück zu bekommen.
Wie sich zeigt, war der einzige, der sich um mein Gentleman-Sein sorgte, ich. Die Damen kümmerten sich überhaupt nicht darum. Trotzdem reagierte ich in den meisten Fällen entsprechend den Schriftzügen, die Oma Effie auf meine Wände platziert hatte, und benahm mich wie ein @#%& Gentleman. Ich ging weg.

Seht ihr eine Broadway-Komödie darin? Um die Dinge noch schlimmer zu machen, hatte ich bei den paar Gelegenheiten, wo ich keine Gentleman war und „der Dame die Tugend nahm“ (als ob ich wirklich etwas genommen hätte), Schuldgefühle für mein nicht gentleman-haftes Benehmen. Was für eine Kiste! Auf die Art, wie Oma Effie es für mich eingerichtet hatte, konnte ich entweder meine Instinkte verleugnen oder mich schuldig fühlen. Es gab keine andere Möglichkeit. All das in bezug auf eine der erfreulichsten Erfahrungen der Natur. Na, wenn das keine sinnlose Einschränkung ist?!? Vielleicht werden die Damen, die das lesen, Freude daran haben, dass wenigstens ein Mann auf diesem Planeten (ich) mit dem ungefähren Äquivalent des Gebots der Gesellschaft für sie aufgewachsen ist, das besagt: „Nette Mädchen tun das nicht.“ Was für ein Heuler!

Schauen wir jetzt zurück, was passiert ist. Warum kaufte ich Oma Effie ihren Glaubenssatz ab und ließ zu, dass er so dick auf meinen Wänden stand? Weil beides, WIEDERHOLUNG und EMOTION, vorhanden waren. Das sind die Voraussetzungen, um einen Glaubenssatz zu installieren. Sie erlegte mir WIEDERHOLT dieses „Gentleman/Tugend“-Ding auf, und, da sie eine Autorität in meinem Leben war, nahm ich den Inhalt mit EMOTIONALER Wirkung auf.

Wenn ich, im Gegensatz dazu, die Aussage nur einmal von jemandem, den ich nicht kannte oder respektierte, gehört hätte, wie viel Gewicht hätte ich ihr dann wohl gegeben? Vielleicht hätte ich ihr einige momentane Gültigkeit gegeben, aber mit der Zeit hätten die vielen anderen Glaubenssätze, die mit WIEDERHOLUNG und EMOTION auf meine Wände geschrieben wurden, diese Möchtegern-„Wahrheit“ in eine dunkle Ecke meiner Wände verbannt. Es wäre kein Ereignis gewesen, bis es durch die Verwendung von WIEDERHOLUNG und EMOTION verstärkt worden wäre.
Wenn jemand (ein Klient) mit Glaubenssätzen wie „die Menschen sind schlecht“, „Gott wird mich bestrafen“, „ich bin wertlos“ und so weiter auftaucht, können wir leicht folgern, dass diese Glaubenssätze durch WIEDERHOLUNG (es ständig gesagt bekommen) und EMOTION (mit Schlägen, Liebesentzug, Zurückweisung etc. von jemandem, der in ihrer Welt „zählt“) installiert wurden. In der Vergangenheit hatten konventionelle Therapietechniken große Schwierigkeiten, diese Schrift zu entfernen, weil sie in Stein geätzt schien. Jetzt, mit EFT und anderen Energietechniken, können wir sie in relativ kurzer Zeit löschen. Im Grunde bringen wir die emotionalen Komponenten, die dazu dienten, die Glaubenssätze zu enthalten und sie so lebendig zu erhalten, zum Einsturz. Das erlaubt unserer grundsätzlich positiven Natur, an die Oberfläche zu kommen. Es bereitet auch den Weg für uns, neue, brauchbarere Glaubenssätze zu installieren und den „Palast der Möglichkeiten“ zu betreten.

Ich hatte kein EFT, um mich von Oma Effies Zeug zu befreien. Ich wünschte, ich hätte es gehabt. Es wäre viel früher verschwunden, und ich hätte einige gute Erinnerungen mehr zu erzählen. Trotzdem kam ich darüber hinweg. Als ich aufwuchs, wurden konkurrierende Schriftzüge auf meine Wände geschrieben, durch „Umkleideraum-Gespräche“ mit anderen Jungs und meinem Onkel Charlie (auch eine Autorität), der mir sagte...

„Nimm, was du kannst, so oft du kannst, wann immer du kannst. Du bist nur einmal jung.“

Gott segne meinen Onkel Charlie.

Damit im Gedächtnis können wir sehen, wie wir am besten neues Material installieren und neue Schriftzüge auf unsere Wände setzen. Wir tun es einfach auf die bewährte Art (nach dem Radieren der Wände mit EFT), durch WIEDERHOLUNG und EMOTION. Die Affirmationen liefern die WIEDERHOLUNG und die Tagträume liefern die EMOTION. Das sind Grundlagensachen, ich weiss. Aber oft vergessen wir die Grundlagen.

Nächstes Mal werden wir im Detail eine ganze Industrie diskutieren, die die Grundlagen nicht vergessen hat. Man könnte behaupten, es ist die größte Industrie der Welt. Sie heisst Werbung. Denkt darüber nach. Sind all die Melodien und Slogans, die in euren Köpfen wiederhallen, nicht durch WIEDERHOLUNG und EMOTION dorthin gelangt? Jede Wette! Die Werbeindustrie gibt Milliarden dafür aus, dass ihre Schriften auf euren Wänden landen. Und sie verwenden all dieses Geld aus einem Grund, und nur aus einem Grund. Es funktioniert. Das ist offensichtlich, und wir wären gut beraten, von diesen hochbezahlten Madison Avenue – „Psychiatern“ Anleihen zu machen.


Warum nicht uns selbst Werbung machen?

Umarmung, Gary

PS: Ich bin übrigens noch immer ein Gentleman. Ich habe heutzutage nur eine andere Definition dafür.

 

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