EFT und persönliche Depression - “Ich war wütend auf mich selbst”
von Catherine O´Driscoll, übersetzt von Dorothee Geray. Herzlichen Dank für die freundliche Abdruckgenehmigung!
Hallo, Ihr Lieben,
Catherine O´Driscoll ist eine erfahrene Anwenderin von EFT in Schottland (keine Therapeutin) und verwendet es mit besonderer Vorliebe für ihre Haustiere. Ich habe in den letzten zwei Jahren häufiger mit ihr korrespondiert und finde sie sehr kreativ. Vor kurzem wendete sie EFT bei sich selbst an, als sie sich ein einem depressiven Stadium befand und erlebte unmittelbare Veränderungen sowohl ihres Verhaltens als auch persönlichen Einsichten. Wahrscheinlich haben wir alle solche Momente wie diesen und der aufrichtige Bericht von Catherine hält uns in konstruktiver Weise einen Spiegel, in dem wir uns betrachten können, vor.
Seid umarmt, Gary
Hi Gary,
vor zwei Wochen liefen die Dinge absolut nicht gut für mich. Ich hatte zwei EFT Workshops organisiert und sie unter den Mitgliedern des “Canine Health Concern” veröffentlicht, aber die Resonanz darauf war so schwach, dass ich einen davon in England, absagen musste. Der andere, in Dundee, hätte auch abgesagt werden müssen, wenn sich nicht mindestens 10 Leute dafür gemeldet hätten. Das regte mich wirklich auf - ich bin eine Marketing und PR-Beraterin und mit einer so tollen Sache wie EFT sollte ich wirklich in der Lage sein, ihnen die Vorteile klarzumachen. “Warum wollen die Leute nicht heilen?” fragte ich mich. Ich war deprimiert, wirklich deprimiert.
An dem Abend, als ich realisierte, dass es nicht so lief, wie ich gehofft hatte, bemerkte ich, dass ich richtig wütend war auf meinen Mann - was immer er auch tat, es war falsch. Am Ende stürmte ich in den Garten und setzte mich zu meinen Hunden, deprimiert bis zum Anschlag.
Dort sass ich nun und beschwerte mich gegenüber mir selbst über alles, was mein Mann falsch machte. Und dann kam mir der Gedanke: “Ich bin so ein Versager. Ich versage bei allem, was ich tue”.
Kennen Sie das auch, dass solche Gedanken oft so tief in unser Gehirn eingegraben sind, dass wir sie kaum noch wahrnehmen? Aber ich bemerkte ihn! Ich sah mich selbst mit diesem Gedanken! Also klopfte ich “Auch wenn ich ein totaler Versager bin” Unmittelbar darauf “vergab” ich meinem Mann (der von Anfang an damit gar nichts zu tun hatte). Ich war gar nicht wütend auf ihn, ich war wütend auf mich selbst - vielleicht die Wurzel der Depression. Und wirklich, je mehr ich EFT anwende, desto mehr bemerke ich, dass die negativen Gedanken, die ich über andere Menschen habe, in Wahrheit ihre Wurzeln in negativen Gedanken, die ich mir selbst gegenüber habe, haben. Ich glaube, Wut und Depression sind sehr eng verbunden.
Anschliessend ging ich ins Haus und umarmte meinen Mann und erklärte ihm, dass ich nicht wütend auf ihn war, sondern wütend auf mich selbst und dass ich mich jetzt viel besser fühlte. Er war so erleichtert!
Die Geschichte hat auch noch ein Happy End. Das EFT Seminar in meiner Nähe, in Dundee, Schottland, hat jetzt doppelt so viele Anmeldungen wie ich gehofft hatte. Sie alle kamen durch Mund-zu-Mund Propaganda - und alle sind auch auf die eine Weise oder andere als Heiler tätig. Ich habe praktisch gar nichts dazu beigetragen und alle diese Leute kommen - vielleicht ein Wunder? Ich habe das Gefühl einer starken Führung. Ganz abgesehen davon, die Idee von EFT zu verbreiten, was für mich ein wirklich wichtiges Ziel ist, habe ich schon einige wunderbare neue Freunde gefunden und ich werde noch mehr davon auf meinem Workshop kennen lernen (am 9. Juli). Und ich bin KEIN Versager!
Übrigens, neulich besuchten mein Mann und ich Freunde, die wir schon seit über einen Jahr nicht mehr gesehen hatten, auch wenn wir in engem Kontakt stehen. Mein Freund Simon meinte: “Catherine, Du hast Dich verändert. Du denkst zwar immer noch an die Bedürfnisse Deiner Mitmenschen, aber heute kümmerst Du Dich auch um Deine eigenen Bedürfnisse”. Das ist ein Durchbruch für mich und das verdanke ich EFT. Mich selbst auch auf der Liste der Personen stehen zu haben, die mir wichtig sind, hat sich schon lange angedeutet. Vielleicht ist das ja etwas, was ich mit den anderen Therapeuten, die ich am Sonntag treffen werde, teilen kann.
Wie meine ganzen Werbebemühungen für meine Workshops zeigten, brauchen wir es manchmal gar nicht selbst zu TUN, sondern wir können uns auf eine Höhere Macht verlassen.
Mit Liebe und VIELEM Dank,
Catherine O´Driscoll
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